Das katholische Erzbistum Berlin diskutiert über Konsequenzen aus dem Missbrauchsgutachten


Ein sichtlich betroffener Erzbischof, verärgerte Betroffenenvertreter: Emotionale Debatte beim Hearing zum sexuellen Missbrauch im Erzbistum Berlin

Benjamin Lassiwe | DER TAGESSPIEGEL

„Die Menschen wollen vielfach mit einer frauenfeindlichen, homophoben, die sexualisierte Gewalt vertuschenden Kirche nichts mehr zu tun haben, auch wenn sie die soziale Arbeit vor Ort schätzen.“ Monika Patermann nahm am Dienstagabend kein Blatt vor den Mund. Zusammen mit anderen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden des katholischen Erzbistums Berlin war die Gemeindereferentin aus Neukölln-Nord Anzuhörende bei einem Hearing zum sexuellen Missbrauch im Erzbistum Berlin.

In einer auf Youtube gestreamten Gesprächsrunde in der Katholischen Akademie, an der auch Erzbischof Heiner Koch und Generalvikar Pater Manfred Kolling teilnahmen, berichtete sie von dem, was sie erlebt, wenn sie mit Menschen ins Gespräch kommt, die kürzlich aus der Kirche ausgetreten sind. „Und das sind Massen.“

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