Österreich will „Havanna-Syndrom“ bei US-Diplomaten aufklären


Das österreichische Außenministerium sichert Washington Unterstützung zu, um sich häufende Krankheitsfälle bei US-Diplomaten in Wien zu untersuchen. Wie zuvor schon Botschaftsmitarbeiter anderer Standorte klagten sie über Kopfschmerzen und Übelkeit.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Das österreichische Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten am Minoritenplatz in Wien Bild: Picture-Alliance

Österreich verspricht den Vereinigten Staaten Hilfe bei der Aufklärung mysteriöser Erkrankungen amerikanischer Diplomaten. Die als „Havanna-Syndrom“ bekannt gewordenen Beschwerden wie Kopfschmerzen und Übelkeit unbekannter Ursache hatten sich Medienberichten zufolge zuletzt bei amerikanischen Diplomaten in Wien gehäuft. „Wir nehmen diese Berichte sehr ernst und arbeiten gemäß unserer Rolle als Gaststaat mit den US-Behörden an einer gemeinsamen Aufklärung“, teilte das österreichische Außenministerium mit.

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtete, untersucht die amerikanische Regierung derzeit etwa 20 Fälle. Eingebunden seien neben Gesundheitsfachleuten des amerikanischen Außenministeriums auch das Verteidigungsministerium und der Auslandsgeheimdienst CIA. „Gemeinsam mit anderen Regierungsabteilungen untersuchen wir Berichte über mögliche ungeklärte Gesundheitsvorfälle in der US-Botschaft in Wien“, teilte das Außenministerium in einer ersten Stellungnahme demnach mit. Man habe die Betroffenen „umgehend und angemessen“ behandelt. Zuerst hatte die Zeitschrift New Yorker über die Fälle berichtet. Erste Meldungen dazu soll es schon kurz nach dem Amtsantritt von Joe Biden gegeben haben.

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