Türkei kritisiert Kopftuch-Urteil


Die Türkei kritisiert eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs, die Kopftuchverbote am Arbeitsplatz ermöglicht.

Deutschlandfunk-Nachrichten

Das Außenministerium in Ankara erklärte, solche Verbote seien eine klare Verletzung der Religionsfreiheit. Die Entscheidung des Gerichtshofs werde die Islamophobie anheizen und sei daher gefährlich.

Die Richter in Luxemburg hatten ihre Entscheidung mit Bedürfnissen des Arbeitgebers begründet, gegenüber den Kunden ein Bild der Neutralität zu vermitteln oder auch soziale Konflikte zu vermeiden. Dazu könne es Mitarbeiterinnen untersagt werden, politische, weltanschauliche oder religiöse Überzeugungen sichtbar zum Ausdruck zu bringen. Eine Heilerziehungspflegerin und eine Kassiererin aus Deutschland hatten dagegen geklagt, dass sie am Arbeitsplatz kein Kopftuch tragen durften.

Az. C-341/19 und C-804/18