Hobbygärtner dürfen kein Glyphosat mehr versprühen


Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat dürfte bald aus den Regalen verschwinden. Ein Verbot zur Verwendung für Privatleute soll noch im Juli in Kraft treten.

Heike Jahberg | DER TAGESSPIEGEL

Das Gift steht ganz unten. Noch können deutsche Hobbygärtner das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat legal kaufen, doch großen Absatz findet das umstrittene Herbizid in dem Zehlendorfer Gartencenter nicht. „Wird kaum noch gekauft“, heißt es dort. Im Schrank mit den gesammelten Unkraut- und Insektenkillern steht „Roundup“ aus dem Hause Bayer ganz unten, Bückware quasi.

Bald dürfte das Mittel ganz aus dem Regal verschwinden. Denn Deutschland hat den Ausstieg beschlossen: Ab 2024 soll Glyphosat hierzulande gar nicht mehr verwendet werden dürfen, so steht es in der kürzlich beschlossenen Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung. Für Haus- und Laubenbesitzer ist aber schon viel früher Schluss, nämlich praktisch sofort. Für den Einsatz in privaten Gärten soll das Glyphosat-Verbot möglichst noch im Juli in Kraft treten, betont eine Sprecherin des Bundesagrarministeriums. Dasselbe gilt für den Einsatz in Parks und auf Sportplätzen.

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