Protest gegen Islamkarte: Aktivisten veröffentlichen „Judenkarte“


Für Benjamin Nägele, Generalsekretär der Israelitische Kultusgemeinde, ist die Karte „letztklassiger Aktionismus“. Er kündigt die Prüfung rechtlicher Schritte an

Markus Sulzbacher | DERSTANDARD

Die Karte. Es gab (natürlich) keine Unterstützung der Israelitischen Kultusgemeinde. Foto: Markus Sulzbacher

Am Samstagabend veröffentlichten Aktivisten eine sogenannte „Judenkarte“ im Netz, auf der Adressen von jüdischen Einrichtungen in Wien zu finden und mit einem gelben Davidsstern markiert waren. Und sie kündigten an, die Online-Karte in den kommenden Tagen auf ganz Österreich auszuweiten. Die anonym auftretende Gruppe wollte ihre Judenkarte als Protest gegen die Islamkarte verstanden wissen, die seit Juni dieses für Schlagzeilen und Kritik sorgt. Verschwindet die Islamkarte, dann verschwindet auch die Judenkarte, erklärten die Aktivisten am Sonntag. Das sei ihr Ziel.

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