Jugendämter melden so viele Kindeswohlgefährdungen wie nie zuvor


Die Zahl der festgestellten Kindeswohlgefährdungen ist im dritten Jahr in Folge deutlich gestiegen. Die Belastungen für Familien könnten im Corona-Jahr 2020 ein Grund für die Zunahme von Vernachlässigung und Gewalt gewesen sein.

evangelisch.de

Im vergangenen Jahr haben die Jugendämter in Deutschland so viele Kindeswohlgefährdungen festgestellt wie noch nie seit Einführung einer entsprechenden Statistik 2012. Das Statistische Bundesamt meldete am Mittwoch in Wiesbaden fast 60.600 Fälle, rund neun Prozent mehr als 2019. Neben einer zunehmenden Sensibilisierung der Bevölkerung für den Kinderschutz könnten im Corona-Jahr 2020 auch die Belastungen von Familien infolge der Kontaktbeschränkungen ein Grund für die Zunahme gewesen sein, hieß es.

Familien- und Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) sieht in dem deutlichen Anstieg von Kinderwohlgefährdungen einen „weiteren wichtigen Grund dafür, künftig Schulen und Kitas geöffnet zu halten“, wie sie am Mittwoch in Berlin sagte.

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