Schon mehr als 100 Millionen Euro überzogen – Behörde stoppt protzigen WDR-Bau


Seit 2017 wird das 1976 erbaute Filmhaus des Westdeutschen Rundfunks (WDR) in Köln grundsaniert und modernisiert. Für das finanzielle Durchführen solcher Projekte von Rundfunkanstalten ist die „Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten“ (KEF) zuständig.

Felix Herz | Merkur.de

Das Filmhaus des WDR wird derzeit saniert. ©IMAGO / Horst Galuschka

Zur Einordnung: Laut Jahresbericht 2020 der Kommission hatte der WDR ursprünglich geplant, die Sanierung des Filmhauses durch eine bestehende Sanierungsrückstellung zu finanzieren. Die damals veranschlagten Kosten beliefen sich auf etwas mehr als 100 Millionen Euro. Aber: Diese Summe wuchs inzwischen sehr deutlich an – die KEF stoppte nun die nächste Zahlung.

WDR-Filmhaus: Sanierungs-Vorhaben wohl intransparent – Anmeldeverfahren wohl regelwidrig

Im Laufe der Sanierung erweiterte der WDR das Vorhaben, da die Düsseldorfer Redaktion nach Köln* wandern sollte. Damit stießen eine bauliche Aufstockung sowie ein zusätzlicher Konferenzraum zu den bisherigen Planungen hinzu. Dies steigerte die Kosten auf knapp 150 Millionen Euro, eine veranschlagte Summe, die von der KEF etwas gekürzt wurde.

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