Warum sehen wir überall Gesichter?


Von Alltagsgegenständen bis zu Wolkenformationen: Warum neigen wir dazu, in vielen Strukturen Gesichter zu erkennen und ihnen Emotionen zuzuordnen? Die Fähigkeit, Gesichter und ihre Ausdrücke schnell zu erfassen, hat eine so große Bedeutung für den Menschen, dass dieser Nebeneffekt entstanden ist, sagen Forscher. Diese Erklärung spiegelt sich in ihren Versuchsergebnissen wider: Demnach basiert die Verarbeitung von imaginären Gesichtern auf den gleichen kognitiven Prozessen wie die Wahrnehmung von realen.

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Ein Suppenhuhn auf der Anrichte und ein technisches Gerät: Da zeichnen sich doch Gesichter ab! (Bild: University of Sydney)

Oft reichen schon drei Striche oder Punkte aus, um die sogenannte Gesichtspareidolie hervorzurufen. Dieses Phänomen treibt teils kuriose Blüten: Manche Menschen erkennen in Käsestrukturen auf Toast das Antlitz von Jesus oder auf Abbildungen der Marsoberfläche ein Gesicht. Wir ordnen diesen Strukturen dabei auch oft emotionale Ausdrücke zu – sie können uns freundlich, traurig oder beängstigend erscheinen. Doch inwieweit unterscheidet sich die Verarbeitung von realen und imaginären Gesichtseindrücken? Der Erforschung der Hintergründe der Gesichtspareidolie haben sich nun die Wissenschaftler um David Alais von der Univerity of Sydney gewidmet.

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