„Kreuzweg für die Schöpfung“: Polizei verbietet Banner mit Papst-Zitat


„Diese Wirtschaft tötet“: Dieses Zitat von Papst Franziskus auf einem Banner war für die Polizei Grund genug, Pilger zu kontrollieren. Der „Kreuzweg für die Schöpfung“ kann nun zwar weitergehen, doch nur noch mit explizit religiösen Transparenten.

katholisch.de

Die Polizei in Hamm hat den Teilnehmern des „Kreuzwegs für die Schöpfung“ untersagt, ein Banner mit einem Zitat von Papst Franziskus und ein Hungertuch von Misereor zu zeigen. Die Teilnehmer der Klimapilger-Aktion erhielten nach einer Kontrolle die Auflage, nur noch explizit religiöse Fahnen und Transparente mitzuführen, teilten die Pilger mit. Das nun verbotene Transparent zeigt die Aussage „Diese Wirtschaft tötet“, die dem Papstschreiben „Evangelii gaudium“ aus dem Jahr 2013 entnommen ist. Auf dem Hungertuch des Aachener Hilfswerks Misereor ist der gebrochene Fuß eines Menschen dargestellt, der in Santiago de Chile bei Demonstrationen gegen soziale Missstände von Angehörigen der Staatsgewalt verletzt wurde.

Weiter teilten die Klimapilger mit, dass ein am Freitag von der Polizei in Gewahrsam genommener Teilnehmer wieder freigelassen wurde. Die Polizei sei „mit völlig unangemessener Härte“ gegen die Pilger vorgegangen, kritisierte das Bündnis hinter dem Kreuzweg den Polizeiensatz in Hamm. Einige Polizisten seien mit gezogenem Schlagstock auf die Teilnehmer zugegangen, andere hätten Pfeffersprayer auf sie gerichtet.

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