Gesteinsformation bei Salzgitter wird „Goldener Nagel“


Weltweit einzigartig: Ein Steinbruch bei Salzgitter zeigt eine Schichtenabfolge, die in dieser Klarheit und Vollständigkeit weltweit einmalig ist. Sie wurde daher zum „Goldenen Nagel“ gekürt – einem weltweiten Referenzpunkt der Stratigrafie. Der neue „Global Stratotype Section and Point“ markiert den Übergang der beiden Kreidezeitalter Turonium und Coniacum vor 89,4 Millionen Jahren. Damals begann eine Periode leichter Abkühlung, die Meeresspiegel begannen nach einem Höchststand wieder zu sinken.

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Diese steil gekippte Schichtenabfolge in einem Steinbruch bei Salzgitter zeigt den Übergang der kreidezeitlichen Stufen Turonium und Coniacum – und ist jetzt dafür der globale Referenzpunkt. ©Silke Voigt/ Goethe-Universität Frankfurt

Die Erdgeschichte hat überall geologische Spuren hinterlassen: Das Auf und Ab der Meeresspiegel, die Relikte gewaltiger Riffe oder große Vulkanausbrüche sind bis heute an der Abfolge der Gesteinsschichten ablesbar. Um diese Formationen identifizieren zu können, gibt es für die Übergange der geologischen Abschnitte Referenzpunkte – Stellen, an denen diese Schichtwechsel besonders deutlich zutage treten. Sie werden als „Global Stratotype Section and Point“ (GSSP) oder auch „Goldener Nagel“ oder „Golden Spike“ bezeichnet.

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