RNA-Veränderung macht Pflanzen ertragreicher


Mit einem neuen Ansatz der grünen Gentechnik ist es Forschern gelungen, Reis- und Kartoffelpflanzen nicht nur toleranter gegenüber Trockenheit zu machen, sondern auch ihren Ertrag um 50 Prozent zu steigern. Dazu brachten die Forscher ein menschliches Gen in die Pflanzen ein, das ein Protein namens FTO codiert. Dieses verändert bestimmte Modifikationen auf der RNA der Pflanzen und fördert so ihr Wachstum. Die Forscher hoffen, den gleichen Effekt in Zukunft ohne artfremde Gene zu erreichen.

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Reispflanzen kurz vor der Ernte. (Bild: caoyu36/ iStock)

Damit die DNA von Lebewesen abgelesen werden kann, werden die darin codierten Baupläne zunächst in sogenannte Messenger RNA (mRNA) übersetzt. Diese wiederum dient als Anleitung für die Herstellung von Proteinen. Dieser Prozess wird auf vielen Ebenen reguliert. Modifikationen an der DNA sorgen beispielsweise dafür, dass bestimmte Gene häufiger, seltener oder gar nicht abgelesen werden. Ähnliche Modifikationen finden sich auch auf der RNA. Dabei werden chemische Gruppen an Bestandteile der RNA angehängt, die beeinflussen, wie welche Proteine hergestellt werden.

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