Theologe Söding: Digitale Sakramente sind nicht denkbar

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden zahlreiche Gottesdienste im Internet gefeiert. Aber lässt sich zum Beispiel die Wandlung bei der Eucharistiefeier auch digital vollziehen? Theologe Thomas Söding hat dazu eine klare Meinung.

katholisch.de

Der Bochumer Neutestamentler Thomas Söding hält einen digitalen Vollzug von Sakramenten für nicht denkbar. „Digitale Transsubstantiation ist reine Spekulation“, schreibt Söding in einem Gastbeitrag in der „Herder Korrespondenz“ (August). Wenn vor einem Medium wie dem Fernseher oder dem Laptop Brot und Wein bereitgestellt würden, damit diese während der Gottesdienstübertragung ebenfalls gewandelt werden sollten, dann würde der liturgische Zusammenhang von Gabenbereitung, Wandlung und Austeilung auseinandergerissen, der ein elementarer Aspekt der Sakramentenfeier sei. „Denn das eigene Brot könnte nur spirituell dargebracht worden sein, die Wandlung würde sich nur digital vollziehen; die Austeilung könnte nur individuell geschehen. Das sakramentale Zeichen würde gespalten“, schreibt der Theologe.

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