Nena polterte mit CSD-Vergleich gegen Corona-Regeln für ihr Konzert: Warum ihre Argumentation hinkt


Nena billigte auf ihrem Konzert in Schönefeld bei Berlin die Missachtung der Corona-Regeln – und verwies auf den Christopher-Street-Day, bei dem Zehntausende gemeinsam auf die Straße gingen. Ein schiefer Vergleich.

Daniel Wüstenberg | stern.de

Beim Nena-Konzert in Schönefeld durften nur 1000 Menschen zuschauen, beim Christopher-Street-Day in Berlin versammelten sich dagegen Zehntausende Teilnehmerinnen und Teilnehmer ©Jens Büttner / DPA, Stefanie Loos / AFP

„Ich hab‘ die Schnauze voll davon.“ Mit deutlichen Worten hat sich Popsängerin Nena („99 Luftballons“) auf ihrem Konzert am Sonntagabend gegen die für die Veranstaltung geltenden Infektionsschutzmaßnahmen ausgesprochen. Die 61-Jährige billigte bei ihrem Aufritt, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer deren aus leeren Getränkekisten abgegrenzten Bereiche verließen und so die vorgeschriebenen Abstände zueinander nicht einhielten. „Ich überlasse es in eurer Verantwortung, ob ihr das tut oder nicht.“ (der stern berichtete).

Zur Begründung musste unter anderem der Christopher-Street-Day (CSD) herhalten, der am selben Wochenende nur wenige Kilometer entfernt in Berlin begangen wurde. Dort sei es völlig okay gewesen, „dass 80.000 Leute eng aneinander auf der Straße waren“, rief Nena bei ihrem Konzert auf dem Flughafengelände in Schönefeld bei Berlin von der Bühne. Wurden die Sängerin und ihre Fans tatsächlich ungerecht behandelt?

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