Wegen Volksverhetzung: Strafbefehl gegen polnischen Theologen Oko


Er hatte Homosexuelle in einem Zeitschriftenartikel unter anderem als „Krebsgeschwür“ bezeichnet. Jetzt hat das Amtsgericht Köln einen Strafbefehl gegen den polnischen Theologen Dariusz Oko erlassen. Konservative Kreise in Polen wüten dagegen und haben eine Petition gestartet.

Steffen Zimmermann | katholisch.de

Nach einem Artikel in der Zeitschrift „Theologisches“ wurde vom Amtsgericht Köln ein Strafbefehl wegen Volksverhetzung gegen den polnischen Priester, Theologe und Publizist Dariusz Oko erlassen. Das berichteten polnische Medien am Montag. Das Gericht selbst erklärte am Dienstag auf Anfrage von katholisch.de, dass gegen einen Autor der Zeitschrift ein Strafbefehl über 4.800 Euro erlassen worden sei, Okos Namen wollte die Behörde allerdings nicht explizit bestätigen. Zugleich wies eine Gerichtssprecherin darauf hin, dass der Strafbefehl noch nicht rechtskräftig sei und der Anwalt des Angeklagten bereits Einspruch eingelegt habe. Nun kommt es wahrscheinlich zu einer Hauptverhandlung.

Konkret geht es in dem Fall um einen Artikel Okos in der Ausgabe Januar/Februar 2021. Unter der Überschrift „Über die Notwendigkeit, homosexuelle Cliquen in der Kirche zu begrenzen“ hatte der Geistliche darin eine angebliche Dominanz Homosexueller in der katholischen Kirche beklagt und homosexuelle Priester als Gefahr für die Kirche beschrieben. In dem Artikel bezeichnete Oko homosexuelle Geistliche unter anderem als „eine Kolonie von Parasiten“, „Krebsgeschwür“ und „homosexuelle Plage“, die Rechte Homosexueller sind seiner Meinung nach eine „Homo-Ideologie“ und „Homo-Häresie“.

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