Auf die Art des Ekels kommt es an


„Igitt!“ Infektionsrisiken und Parasiten rufen beim Menschen bekanntlich ein Gefühl hervor, das allgemein als Ekel bezeichnet wird. Doch je nach Auslöser unterscheiden sich die intuitiven Verhaltensreaktionen in sinnvoller Weise, dokumentiert eine Studie. Was als mikrobiell gefährlich erscheint, ruft demnach stärker Mechanismen zur Vermeidung einer oralen Aufnahme hervor. Ekel-Eindrücke von Parasiten sind hingegen mehr mit Reaktionen verbunden, die einem Schutz der Körperoberfläche dienen können. Die Ergebnisse beleuchten damit die Komplexität des menschlichen „Verhaltens-Immunsystems“ und können Hinweise auf die Grundlagen von pathologischen Reaktionen mancher Menschen liefern, sagen die Forscher.

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Forscher rücken das Ekelgefühl und seine Folgen in den Fokus. (Bild: drbimages/iStock)

Unangenehm bis belastend: Das Ekelgefühl hat kein gutes Image – doch objektiv betrachtet, handelt es sich um einen überlebenswichtigen Schutzmechanismus, der uns ähnlich wie die Angst vor Gefahren bewahrt. Die Empfindung gilt dabei als ein Mechanismus, der sich im Laufe der menschlichen Evolution als Grundlage für das Vermeidungsverhalten zum Schutz vor Krankheitserregern und Ektoparasiten herausgebildet hat. Sinneseindrücke von verdorbener Nahrung, Exkrementen, Körperflüssigkeiten sowie von potenziell krankheitsübertragenden Hautparasiten rufen dabei vielschichtige Ekelreaktionen und Verhaltensweisen hervor. Doch inwieweit sind sie an die beiden unterschiedlichen Auslöser-Kategorien angepasst? Dieser Frage sind die Forscher um Tom Kupfer von der Nottingham Trent University im Rahmen ihrer Studie nachgegangen.

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