Nach Strafbefehl: Herausgeber Hauke verteidigt Text zu Homosexuellen


Im Kontext der Auseinandersetzung um einen Artikel über Homosexuelle in der Zeitschrift „Theologisches“ hat deren Herausgeber Manfred Hauke den polnischen Autor Dariusz Oko und dessen Text verteidigt. In dem Fall selbst kommt es demnächst wahrscheinlich zu einer Hauptverhandlung vor Gericht.

Steffen Zimmermann | katholisch.de

Im Zusammenhang mit der juristischen Auseinandersetzung um einen Artikel des polnischen Priesters und Publizisten Dariusz Oko in der Zeitschrift „Theologisches“ hat deren Herausgeber Manfred Hauke den Autor und seinen Text verteidigt. Oko habe in seinem Artikel „kräftige Ausdrücke“ gebraucht, die man, wenn man sie aus dem Zusammenhang reiße, eventuell als Verunglimpfung von Menschen mit homosexuellen Neigungen verstehen könne, erklärte Hauke am Dienstag auf Anfrage von katholisch.de. „Das wäre freilich ein Missverständnis“, sagte der deutsche Theologe, der im schweizerischen Lugano Dogmatik lehrt. Wer die sizilianische Mafia kritisiere, wende sich damit schließlich auch nicht gegen die Sizilianer im Allgemeinen.

Hauke erklärte, dass es in Okos Text, der in der Ausgabe Januar/Februar 2021 erschienen war, keineswegs um Menschen mit homosexuellen Tendenzen im Allgemeinen gehe, sondern konkret um „eine Clique, eine Lobby, die vor kriminellen Methoden nicht zurückschreckt“. Dafür würden in dem Artikel konkrete Beispiele genannt. Der Theologe äußerte die Hoffnung, dass das Amtsgericht Köln den Antrag der Staatsanwaltschaft gegen Oko und den verantwortlichen Redakteur von „Theologisches“, Johannes Stöhr, zurückweise.

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