Grönland-Eis schmilzt an einem Tag so stark, dass ganz Florida mit Wasser bedeckt wäre


Alarmierende Nachrichten aus Grönland. Dort hat sich in dieser Woche eine der stärksten bisher beobachteten Eisschmelzen ereignet. Der Osten der Aktis-Insel war von der Nord- bis zur Südspitze nahezu eisfrei.

Dieter Hoß | stern.de

Rekord-Eisschmelze an der Ostküste von Grönland im Jahr 2019. Derzeit verliert die Arktis-Insel Eismassen in ähnlicher Größenordnung. Wissenschaftler sind besorgt. ©Jonathan Nackstrand / AFP

Wie soll man die Klimakrise begreifbar machen? Vergleichsgrößen helfen da oft weiter. Mit einem solchen Vergleich lässt nun die Welt-Wetter-Organisation (WMO) aufhorchen. Fußend auf Erkenntnissen dänischer Arktisforschungsinstitute ist das Grönland-Eis an einem einzigen Tag so stark abgeschmolzen, dass man die Fläche des US-Bundesstaates Florida komplett fünf Zentimeter unter Wasser setzen könnte. Wissenschaftlich ausgedrückt ist das ein Verlust von Oberflächenmasse von 8,5 Milliarden Tonnen. Ereignet hat sich die Superschmelze am Dienstag dieser Woche.

Starke Eisschmelze auf der zu Dänemark zählenden Großinsel in der Arktis ist besonders alarmierend, da über Landmassen geschmolzenes und ins Meer fließendes Eis den Meeresspiegel ansteigend lässt. Nach Angaben der WMO ist die aktuell beobachtete Schmelze in Gigatonnen gemessen nicht einmal die bisher stärkste, die habe sich 2019 ereignet. Doch das Areal der Eisschmelze ist den Angaben größer als im Rekordjahr.

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