Metallisches Wasser erzeugt


Ein goldener Schimmer zeigt den Effekt an: Durch eine raffinierte Methode ist es Forschern gelungen, einer Wasserschicht auch ohne gigantischen Druck metallische Merkmale zu verpassen. In einem Wasserhäutchen auf einem Tropfen flüssigen Alkalimetalls entsteht dabei ein Leitungsband mit beweglichen Elektronen, erklären die Wissenschaftler.

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Links ist ein Tropfen einer Natrium-Kalium-Legierung zu sehen, rechts der Tropfen mit einer Wasserschicht, in der sich Elektronen aus dem Metall gelöst haben, was ihm einen goldenen Metallglanz verleiht. (Künstlerische Darstellung: Tomáš Belloň / IOCB Prag)

Es ist das berühmte Markenzeichen der Metalle: Sie besitzen eine hohe elektrische Leitfähigkeit, die auf der lockeren Bindung ihrer Elektronen beruht. Die Ladungsträger können sich dadurch in den Gittern aus Metallatomen frei bewegen – es bildet sich ein sogenanntes Leitungsband mit mobilen Elektronen. Bei reinem Wasser ist das normalerweise nicht der Fall – es ist dadurch ein starker Isolator. Denn bei den H2O-Molekülen, die über Wasserstoffbrückenbindungen miteinander locker vernetzt sind, bleiben die Elektronen fest gebunden.

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