Sternberg reagiert auf Vorwurf: Synodaler Weg keine Täuschung


Der Kirchenrechtler Norbert Lüdecke hatte den Synodalen Weg als „Stimmrechts-Placebo“ für Laien bezeichnet. ZdK-Präsident Thomas Sternberg weist diese Kritik zurück – räumt aber ein, das die Umsetzung mancher Reformen von den einzelnen Bischöfen abhängig sei.

katholisch.de

Die Umsetzung des Reformdialoges Synodaler Weg ist nach den Worten des Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, „vom guten Willen der Bischöfe“ abhängig. Er wies zugleich die Kritik des Bonner Kirchenrechtlers Norbert Lüdecke zurück, der den Synodalen Weg als „Täuschung“ der Laienkatholiken ansieht. Sternberg sagte am Donnerstag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Frankfurt: „Mit solchen steilen Wörtern wie Täuschung oder Selbsttäuschung werde ich umso vorsichtiger, je mehr sich die gesamte öffentliche Debatte auf solche Skandalisierungen reduziert.“

Lüdecke hatte am Dienstag gesagt, Laienkatholiken dürften beim Synodalen Weg zwar über Reformvorschläge abstimmen, aber was ihnen als Beschlussfassung „suggeriert“ werde, sei in Wahrheit eine unverbindliche Meinungsäußerung, ein „Stimmrechts-Placebo“. Sternberg dazu: „Die Synoden nach geltendem Kirchenrecht lassen eine wirkliche Entscheidungsbeteiligung von Laien nicht zu. Kirchenrechtler werden immer wieder auf diesen Zustand hinweisen.“

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