Priester-Experte: „Kirchliche Gefängnisse“ für Missbrauchstäter


Der kirchliche Experte für Missbrauchsprävention, Hans Zollner, hat eine Form von „kirchlichen Gefängnissen“ für Missbrauchstäter ins Gespräch gebracht. Dort könnten Täter nach verbüßter Haftstrafe aufgenommen und weiter streng kontrolliert werden, um zu verhindern, dass sie wieder missbrauchen, wie Zollner zu religion.ORF.at sagt.

Clara Akinyosoye | religion.ORF.at

Wie die römisch-katholische Kirche mit Missbrauchstätern in ihren eigenen Reihen umgegangen ist, hat im Laufe der vergangenen Jahrzehnte weltweit Schlagzeilen und Erschütterung verursacht. Die Kirche vertuschte Missbrauch systematisch, Täter wurden lange Zeit lediglich versetzt und konnten an anderer Stelle andere Kinder, Jugendliche und Schutzbefohlene sexuell missbrauchen.

Der Psychologe und Ordenspriester Zollner ist Leiter des römischen Kinderschutzzentrums „Center for Child Protection“ (CCP) der Päpstlichen Universität Gregoriana und gilt als einer der führenden Missbrauch-Präventionsexperten der römisch-katholischen Kirche. Wenn es nach ihm geht, sollten Täter, die sich schweren Missbrauchs schuldig gemacht haben, nach ihrer Haftstrafe in kirchlichen Einrichtungen betreut und kontrolliert werden. Es sei eine wichtige „Präventionsmaßnahme“, sagt Zollner.

Häuser in „entlegenen Gegenden“

Eines der wichtigsten Instrumente bei Missbrauchstätern in der Kirche und außerhalb sei es, sie zu kontrollieren, „dass man mit ihnen genau definiert, was sie tun dürfen, wen sie treffen dürfen, wie sie Kontakt halten, wie sie das Internet benutzen“. In so einer Einrichtung solle genau dies gewährleistet werden.

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