„Informierte Salzlösungen“: Österreichische Ärztekammer „fassungslos“ über Apothekerkammer-Präsidentin


Nachdem von der Apotheke von Ulrike Mursch-Edlmayer Salzlösung gegen Impfnebenwirkungen empfohlen wurde, fordert die Ärztekammer eine Klarstellung

DERSTANDARD

Ulrike Mursch-Edlmayer, Präsidentin der Apothekerkammer. Foto: APA / Roland Schlager

Nachdem die „Gesundheitsgreisslerei“ der Apothekerkammer-Präsidentin Ulrike Mursch-Edlmayer einem über Impfnebenwirkungen besorgten Kunden zur Anwendung von „informierten Salzlösungen“ geraten hatte – der STANDARD berichtete hier – zeigt sich die Österreichische Ärztekammer fassungslos. Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, kommentierte: „Ich bin enttäuscht, dass die Apothekerkammerpräsidentin trotz ihrer verantwortungsvollen Aufgabe hier den evidenzbasierten Boden verlässt.“

Klarstellung gefordert

Auch Johannes Steinhart, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Bundeskurienobmann der niedergelassenen Ärzte, forderte in einer Aussendung eine Klarstellung: „Wir sind wirklich fassungslos. Wir kämpfen seit über einem Jahr gegen eine Pandemie, sehen deren hässliche Fratze täglich in unseren Spitälern und Ordinationen. Alle gemeinsam kämpfen für eine möglichst hohe Durchimpfungsquote und vor allem gegen Fake-News und Verschwörungstheorien. Wir fordern eine umgehende Klarstellung der Apothekerkammer zur Aufklärungsqualität in Apotheken.“

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