Übergriffe auf Brandenburger Rettungskräfte: „Der Ton ist rauer“


Flaschen fliegen auf Einsatzfahrzeuge, Feuerwehrleute und Sanitäter werden beleidigt und bedroht: Attacken auf Rettungskräfte sind an der Tagesordnung.

Berliner Zeitung

Ein Notarztwagen bei Nacht auf Einsatzfahrt (Symbolbild). imago/Frank Sorge

Zwar ist die Gesamtzahl der gewalttätigen Angriffe auf Rettungskräfte in Brandenburg laut Innenministerium im vergangenen Jahr zurückgegangen. Aber für den DRK-Landesverband bedeutet dies keine Entwarnung: „Wir haben über die letzten Jahre einen Anstieg an Gewalt, vor allem verbale Gewalt wie Beschimpfungen und Beleidigungen, wahrgenommen“, sagte Sprecherin Marie-Christin Lux. Pro Schicht gebe es mindestens einen Fall verbaler Gewalt. „Der Ton ist rauer geworden, die Dankbarkeit hat abgenommen“, so Lux.

Im vergangenen Jahr zählte das Innenministerium 39 Gewaltdelikte gegen Feuerwehrleute und andere Rettungskräfte. 2018 waren es 54 und im Jahr zuvor 55, wie eine Sonderrecherche „Gewalt gegen Rettungskräfte“ im Zeitraum 2016 bis 2020 ergab. Für dieses Jahr liegen noch keine Zahlen vor.

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