AfD-Bezüge zum Nationalsozialismus: „Das freundliche Gesicht des NS“


Der Bundesvorstand der AfD beschäftigt sich mit unerfreulichen Personalien. Dabei geht es auch um geleakte Chats mit Bezügen zum Nationalsozialismus.

Gareth Joswig | taz

Auf Stimmenfang: Wahlkampfbus in Cottbus Foto: dpa

Mehrere AfD-Kandidaten für den Bundestag stehen aktuell in der öffentlichen Kritik. Neben weiter andauernden innerparteilichen Verwerfungen bezüglich der Aufklärung der Berateraffäre um Tom Rohrböck sowie anhaltenden Flügelkämpfen beschäftigt den Bundesvorstand derzeit vor allem eine Personalie aus Nordrhein-Westfalen. Der Bundesvorstand der Partei will am Montag nach geleakten Chats mit positiven Bezügen auf den Nationalsozialismus über Ordnungsmaßnahmen gegen Matthias Helferich verhandeln. Der 31-jährige Jurist aus Dortmund hat gute Chancen, über die Landesliste in den Bundestag einzuziehen und ist Vizechef der AfD Nordrhein-Westfalen.

In geleakten Facebook-Nachrichten soll Helferich ein Foto von sich selbst mit „das freundliche Gesicht des NS“ kommentiert haben. Vom WDR veröffentlichte Screenshots belegen glaubhaft die Authentizität der Nachrichten aus dem Jahre 2017. Laut der Recherche zitierte Helferich zudem Adolf Hitler und prahlte mit Kontakten in die extrem rechte Szene in Dortmund-Dorstfeld. Er pflege sein bürgerliches Image nur zum Schein, äußerte er im Chat. Helferich bestreitet nicht, die Aussagen getätigt zu haben, bestätigt sie aber auch nicht.

weiterlesen