Impfverweigerer Aiwanger wird zum Problem-Hubert für Markus Söder


Der stellvertretende bayerische Ministerpräsident Hubert Aiwanger will sich partout nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. Der Freie-Wähler-Chef wird mit seiner Haltung zunehmend zu einem Problem für Markus Söder. Kommt es zum Showdown in München?

Daniel Wüstenberg | stern.de

Der bayerische Ministerpräsident und sein Stellvertreter: Markus Söder (CSU, l.) und Hubert Aiwanger (Freie Wähler) im Münchener Landtag ©Sven Hoppe / DPA

„Impfen gehen. Für dich. Für mich. Für alle.“ Im Freistaat Bayern rührt die Landesregierung die Werbetrommel. Eine eigene Marketingkampagne soll dort auch noch den Letzten überzeugen, sich gegen das Coronavirus immunisieren zu lassen. Denn klar ist: Nur wenn sich möglichst viele Menschen impfen lassen, kann die Pandemie erfolgreich eingedämmt werden. „Endlich wieder Essen gehen, Freunde treffen, die Großeltern besuchen, verreisen, Live-Konzerte erleben – einfach wieder ein normales Leben führen“, versprechen die PR-Leute im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege am Münchener Ostbahnhof.

Möglicherweise sollten sie ihren Werbeslogan einmal zwei Kilometer weiter westlich vortragen. In der Prinzregentenstraße 28 hat das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie seinen Sitz. Hausherr dort ist Minister und Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger von den Freien Wählern. Der 50-Jährige hat, daran ließ er in den vergangenen Wochen keine Zweifel, ein mittelgroßes Problem mit dem Impfen – und wird mit dieser Haltung zusehends zu einem sehr großen Problem für CSU-Ministerpräsident Markus Söder und seine Landesregierung. Der Konflikt ums Impfen steuert auf eine Eskalation zu, mit offenem Ausgang.

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