Mittelalterliche „Kriegerin“ war ein Zwitter


Überraschende Entdeckung: Ein bisher als „Kriegerin mit zwei Schwertern“ bekannter Grabfund aus dem mittelalterlichen Finnland bekommt nun eine ganz andere Deutung. Denn die mit weiblichem Schmuck, aber zwei Schwertern bestattete Person trug die Chromosomen-Kombination XXY, wie DNA-Analysen enthüllen. Damit litt dieser Mensch am Klinefelter-Syndrom – er war ein Zwitter. Was aber bedeutet dies für seine Rolle in der nordischen Gesellschaft des Mittelalters?

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Mann oder Frau – oder beides? Bisher galt diese mittelalterliche Tote als „Kriegerin mit zwei Schwertern“. Doch DNA-Analysen enthüllen nun etwas anderes. ©Veronika Paschenko

Gängiger Annahme nach waren die Rollen im Mittelalter klar festgelegt: Kriegshandwerk war Männersache, während die Frauen sich um Haus, Herd und Kinder kümmerten. Doch es gibt einige Grabfunde, die diese klare Geschlechtertrennung in Frage stellen. Darunter ist ein Wikinger-Anführer, der mit Waffen und Pferd bestattet wurde – sich aber in DNA-Analysen als Frau erwies. Auch einige andere Wikingerfrauen bekamen Kriegsäxte und andere der männlichen Rolle zugeordnete Beigaben ins Grab.

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