Soziologe Nassehi: Wie sichern wir uns künftig gegen Katastrophen ab?


Ereignisse wie die Pandemie oder die jüngsten Unwetter-Katastrophen stellen unsere Vorstellung von Kontrolle und Kausalität infrage, sagte der Soziologe Armin Nassehi im Dlf. Davon sei auch das Prinzip der Individualversicherung betroffen: Wie lassen sich Schäden dieser Art künftig versichern?

Armin Nassehi im Gespräch mit Michael Köhler | Deutschlandfunk

Die Coronapandemie, aber auch die jüngsten Ereignisse wie Hitzewelle, Starkregen und Hochwasser haben gezeigt, dass sich Risiken und Gefahren weiter ungleich in der Gesellschaft verteilen. Von einer Refeudalisierung kann aber keine Rede sein, sagte der Soziologe Armin Nassehi im Dlf.

„Situation von Selbstüberforderung“

Vielmehr nähmen wir in der Coronapandemie und nach der Unwetter-Katastrophe wahr, dass das, was uns selbstverständlich erscheint, etwa gesundheitliche Versorgung oder die Vorsorge für Katatrophen, tatsächlich auf politischen Entscheidungen, gesellschaftlichen Strukturen und auf Routinen beruht. Von denen seien einige während der Krise weggebrochen, erklärte der Soziologe. Dadurch entstünde eine Situation von Selbstüberforderung.

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