AfD beantragt Ämtersperre gegen eigenen Kandidaten


Ein Bundestagskandidat der AfD in Nordrhein-Westfalen, Matthias Helferich, hat sich in Chats als „freundliches Gesicht des NS“ bezeichnet. Nun reagiert die Partei.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Bühne des Bundesparteitages der Partei Alternative für Deutschland Bild: dpa

Der wegen Äußerungen in einem Chat umstrittene nordrhein-westfälische AfD-Bundestagskandidat Matthias Helferich soll nach dem Willen des Parteivorstandes zwei Jahre lang kein Parteiamt mehr wahrnehmen dürfen. Einen entsprechenden Beschluss fasste der AfD-Bundesvorstand am Montag in einer Telefonkonferenz, wie ein Parteisprecher auf Anfrage berichtete.

Für einen Parteiausschluss von Helferich fand sich dagegen keine Mehrheit. Die Ämtersperre wird „wegen erheblichen Verstoßes gegen die Ordnung und Grundsätze sowie die Satzung der Partei“ beim Landesschiedsgericht Nordrhein-Westfalen beantragt, das dann darüber entscheiden muss. Helferich war im Mai in Nordrhein-Westfalen auf den siebten Platz der Landesliste für die Bundestagswahl am 26. September gewählt worden.

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