Der große Wahlkampf-Irrtum: Egal ob Laschet oder Baerbock


Der Bundestagswahlkampf? Historisch langweilig! Die Kanzlerkandidaten? Unfähig! Dieses anschwellende Gemosere geht völlig in die Irre.

Udo Knapp | taz

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Die Getreidefelder glühen im abgeernteten Goldgelb. In den ersten Bundesländern sind die Sommerferien schon vorüber. Die Unwetter im Westen der Republik, Hitzewellen und Waldbrände am Mittelmeer, die weltweite Klimakrise, das Ringen mit der Corona-Disziplin im Alltag und die Frage des Umgangs mit Ungeimpften haben die Schlagzeilen beherrscht. Dann gibt es da den großen Kampf um demokratische Freiheiten überall auf der Welt, jüngst im Iran, in Kuba und in Weißrussland, zugleich den Systemkrieg der Freiheitsfeinde gegen den Westen in China, Russland, Polen oder Brasilien – und dann sind da noch die Massenmigrationswellen, die überall auf der Welt unterwegs sind.

Sonst noch was? Ach so, die Bundestagswahl am 26. September. Das Zukleistern der Landschaft mit den Plakaten dauerlächelnder Kandidaten hat begonnen. Die Kanzlerkandidaten Baerbock, Laschet und Scholz geben sich alle Mühe. Aber nur ihre Fettnäpfchen, eins nach dem anderen und immer wieder genussvoll von der Mediengesellschaft breitgetreten, erinnern daran, dass Wahlen bevorstehen.

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