Japankäfer in Europa gesichtet: Vielfraß im Anflug


Der Japankäfer frisst in den USA ganze Felder weg – nun ist auch in Europa ein Exemplar entdeckt worden. Pflan­zen­schüt­ze­r:in­nen sind besorgt.

Kathrin Becker | taz

Frisst fast alles: Der Japankäfer am Gartenhibiskus Foto: David Woods/Mauritius

Der Japankäfer ist ein Vielfraß. Und er könnte hierzulande großen Schaden anrichten. Mitte Juli wurde in Basel, nahe der baden-württembergischen Grenze, ein Exemplar gefunden. Pflan­zen­schüt­ze­r:in­nen sind besorgt.

Das Insekt mit dem lateinischen Namen Popillia japonica stammt, wie der Name schon erahnen lässt, aus Japan. Über 300 Gehölzarten teils sehr verschiedener Pflanzengattungen bilden die Nahrungsgrundlage für das kleine, aber gefräßige Tier. Darunter vor allem Apfelbäume, Steinobstbäume, Erdbeeren, Garten- und Sojabohnen, Mais, Weinreben, Rosen sowie viele andere Strauch- und Baumarten. In den USA, wo der Japankäfer seit Anfang des 19. Jahrhunderts verbreitet ist, richtet er große Schäden in der Pflanzenwelt an. Bei besonders vielen Käfern kann das bis zum Kahlfraß gehen.

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