Kritik von der Gedenkstätte Buchenwald: Radrennen über „Blutstraße“


Die Strecke der internationalen Deutschland-Tour der Radprofis steht in der Kritik. Eine Etappe führt über ein Gelände der KZ-Gedenkstätte Buchenwald.

taz

Kritik an Etappe für Radrennen: die Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald Foto: Jürgen Ritter/imago

Der Verlauf der internationalen Deutschland-Tour der Radprofis sorgt für Diskussionen. Grund ist die zweite Etappe, bei der die Rennfahrer nach Darstellung der KZ-Gedenkstätte Buchenwald über das Gelände auf dem Ettersberg bei Weimar fahren sollen. „Buchenwald ist keine sportliche Herausforderung, sondern ein Ort des Gedenkens an die Opfer und der historischen Reflexion“, sagte Gedenkstättenleiter Jens-Christian Wagner am Mittwoch.

Nach Gesprächen mit den Tour-Verantwortlichen habe man „immerhin erreichen können, dass eine in der Gedenkstätte geplante Bergwertung gestrichen wurde“. Es werde nun still durch die KZ-Gedenkstätte gefahren, trotz aller Kritik bleibe der Streckenverlauf über die sogenannte „Blutstraße“ aber bestehen.

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