Wohin mit straffällig gewordenen Priestern?


„Wegsperren – und zwar für immer“, forderte Bundeskanzler Gerhard Schröder einst für den Umgang mit Kinderschändern. Es folgten Debatten um die Sicherungsverwahrung. Bei diesem Thema sucht auch die katholische KIrche nach Lösungen.

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Menschen, die sich an Kindern vergangen haben, sind oft therapieresistent und hochgradig rückfallgefährdet. Im Strafrecht wird bei Serientätern deshalb häufig Sicherungsverwahrung angeordnet.

Sie greift für die Zeit nach der Verbüßung der Freiheitsstrafe. Als Schröder 2001 seine populistische Forderung nach unbegrenztem Wegschließen medienwirksam platzierte, begann jedoch eine ganz andere Serie.

In den Folgejahren schritt der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg insgesamt 25 mal ein und verurteilte die Bundesrepublik – wegen der nachträglich angeordneten und rückwirkenden Verlängerung von Sicherheitsverwahrung. Es dauerte einige Jahre, bis sich Karlsruhe der Sache annahm. Für den Umgang mit den Sicherheitsverwahrten gilt jetzt: Sie müssen in gesonderten Einrichtungen untergebracht werden und die Möglichkeit zu einer Therapie erhalten. Alle zwölf Monate muss die Maßnahme überprüft werden, nach einer Gesamtdauer von zehn Jahren alle neun Monate.

Außerdem besteht die Möglichkeit, Sicherungsverwahrung zur Bewährung auszusetzen – und entsprechende Auflagen anzuordnen.

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