US-Studie: Christliche Konservative sehen Gleichbehandlung queerer Menschen als Attacke auf sich


Wenn Homosexuelle mehr Rechte kriegen, verlieren Gläubige Rechte – diese Einstellung ist laut einer neuen Studie unter konservativen amerikanischen Christinnen und Christen Konsens.

QUEER.DE

Eine große Zahl konservativer Christ*innen aus den USA glaubt, dass ein Zuwachs an LGBTI-Rechten zur Abnahme religiöser Freiheiten für sie persönlich führe. Das geht aus einer Studie hervor, die kürzlich im „Journal of Personality and Social Psychology“ veröffentlicht wurde. Streng gläubige Menschen würden diese Frage als Nullsummenspiel betrachten – dieser aus der Spieltheorie stammende Begriff umschreibt, dass die Verbesserung einer Seite automatisch zur Verschlechterung der anderen Seite führt, Gewinne und Verluste ergäben als immer null.

„Viele Christen sehen sich auf der Verliererseite in den Kulturkämpfen“, so Hauptautorin Clara L. Wilkins, eine Psychologieprofessorin der Washington University in St. Louis. Als „culture wars“ bezeichnen amerikanische Rechtsaußen-Aktivist*innen martialisch nicht nur den Kampf gegen LGBTI-Rechte, sondern auch gegen Pornografie, Abtreibung oder Einwanderung. Besonders konservative Christ*innen würden daher „das Amerika, in dem gleichgeschlechtliche Eheschließungen möglich sind, als ein Land wahrnehmen, in dem sie weniger zu sagen haben und jetzt schikaniert werden.“

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