Siri hört ungewollt mit: Apple wird Datenschutzklage nicht los


Eine Sammelklage darf weiterlaufen, die Apple vorwirft, Nutzer durch das Sprachassistenzsystem belauscht und Daten weitergegeben zu haben.

Leo Becker | heise online

(Bild: dpa, Alexander Heinl)

Ein US-Richter hat die meisten Vorwürfe einer Siri-Datenschutzklage gegen Apple zugelassen. Die Kläger erhalten so die Möglichkeit, im weiteren Verlauf des Verfahrens Beweise für ihre Vorwürfe vorzubringen, Apple belausche durch „unbeabsichtigte Aktivierungen“ von Siri private Unterhaltungen und gebe deren Inhalte an Dritte weiter – etwa zu Werbezwecken.

Das Verfahren soll nun klären, ob durch Siris Funktionsweise gegen kalifornisches Datenschutzrecht verstoßen wurde, Apple einen Vertragsbruch begangenen hat und der Federal Wiretap Act, der Datenschutzvorgaben rund um Kommunikationsdienste regelt, verletzt wurde. Nur der Vorwurf unlauteren Wettbewerbs wurde aus der Sammelklage gestrichen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet (Lopez et al vs. Apple, U.S. District Court, Northern District of California, 5:19-cv-04577).

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