Selbst Schussopfer müssen warten: Durch „Wunderkur“ vergiftete Impf-Skeptiker legen US-Ambulanzen lahm


In den USA entwickelt sich ein vermeintliches Wundermittel gegen Covid-19 zu einem echten Problem. Im Bundesstaat Oklahoma sind die Vergiftungen so häufig, dass die Ambulanzen selbst Schwerverletzten nicht helfen können.

stern.de

©Rodrigo Urzagasti/ / Picture Alliance

Der Kampf gegen die Pandemie hat sich den USA längst zu einem ausgeprägten Kulturkampf entwickelt. Vor allem in republikanischen Hochburgen bleiben die Impfzahlen niedrig. Dafür setzen immer mehr Menschen auf die vermeintliche Schutzwirkung des Parasiten-Medikaments Ivermectin. Doch das wird immer mehr zu einer echten Gefahr: Dadurch verursachte Vergiftungen haben ein schockierendes Ausmaß angenommen.

„Die Notfall-Ambulanzen sind so voll, dass selbst Schusswaffenopfer kaum noch eingeliefert werden können, um dort behandelt zu werden“, klagte der im ländlichen Oklahoma arbeitende Arzt Jason McElya gegenüber dem Lokalsender „KFOR“. „All unsere Krankenwagen hängen an Krankenhäusern fest, weil sie darauf warten müssen, dass Betten frei werden, um neue Patienten einliefern zu können. Es werden aber keine frei. Wenn keine Ambulanz zur Verfügung steht, kommt aber auch keine, wenn man sie ruft.“

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