Kampagne gegen Attila Hildmann: Stummgeschaltet


Ak­tivis­t:in­nen haben fast alle Kanäle von Attila Hildmann lahmgelegt. Ein Vertrauter hatte monatelang Beweise gegen ihn gesammelt.

Malaika Rivuzumwami | taz

Seit mittlerweile anderthalb Jahren verbeitet der Imbissbesitzer Attila Hildmann Hass im Netz: Er postet Hakenkreuze, leugnet den Holocaust und beschimpft Personen des öffentlichen Lebens mit antisemitischen Schmähungen. Über 100.000 Abon­nen­t:in­nen lesen zeitweise seine rechtsextremen Inhalte in der Messenger–App Telegram. Nun hat Hildmann den Zugang zu seinen Webseiten und seinen Haupttelegram-Kanälen verloren und damit seine größte Möglichkeit der Machtausübung: sein Sprachrohr.

Wo sonst vegane Kochbücher verkauft werden, erscheint nun die bekannte weiße Maske der Hacker-Gruppierung Anonymous. Auch gibt es dort eine Art Bekennervideo zu sehen, in dem eine Computerstimme sagt: „Hallo Deutschland, hallo Attila Hildmann.“

Die Gruppe „Anonymous Germany“, die schon früher mit Hackerangriffen auf Rechtsextreme und verschwörungsideologische Akteure Webseiten lahm gelegt hatte, arbeitet bereits seit Mai 2020 an der Kampagne „Operation Tinfoil“, also Operation Alufolie.

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