Pilgern mit Fälschungen

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Die israelische Regierung ist ein hohes Risiko eingegangen – und muss nun den Preis dafür zahlen, oder besser: die israelische Gesellschaft. Jedes Jahr fahren Anhänger des Rabbi Nachman von Bratzlaw nach Uman, ein kleines Städtchen in der Ukraine, wo der Rabbi begraben liegt, um dort Rosch Haschana zu feiern.

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Die medizinischen Fachleute hatten die Regierung gewarnt und empfohlen, dieses Jahr die Reisen dorthin zu verbieten. Aber nein, sie durften dorthin fahren. Inzwischen sind sie zurück. Und mehr als 1600 von ihnen sind positiv auf Corona getestet worden. Aber was noch schlimmer ist: Viele sind aus der Ukraine mit gefälschten Corona-Tests in die Maschinen gestiegen, um nach Hause zu fliegen. Die Betrüger werden nun strafrechtlich verfolgt und müssen mit hohen Strafen rechnen. Doch das ist natürlich kein Trost für den Rest der Israelis. Denn die Gefahr, dass sich das Virus nun noch mehr verbreiten kann als sowieso schon, ist hoch. Immer noch werden in Israel rund 10 000 Menschen pro Tag positiv getestet.

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