Ratzinger-B16: „Ehe für alle“ zeigt „Deformierung des Gewissens“


„Wer ist der Mensch?“ Diese Frage stellt sich der emeritierte Papst Benedikt XVI. angesichts der „Ehe für alle“. Für den Papa emeritus ist die gleichgeschlechtliche Ehe Ausdruck einer „Deformierung des Gewissens“.

katholisch.de

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. (2005-2013) hat die Einführung der „Ehe für alle“ in vielen europäischen Ländern als Ausdruck einer „Deformierung des Gewissens“ bezeichnet. Diese sei auch tief in einige Teile des Kirchenvolkes eingedrungen, schreibt der Papa emeritus in einer Einleitung zu einem Sammelband mehrerer Texte aus seiner Feder, die am Donnerstag vorab in der italienischen Zeitung „Il Foglio“ veröffentlicht wurde. Der Band in italienischer Sprache trägt den Titel „La vera Europa, identità e missione“ („Das wahre Europa. Identität und Mission“) und widmet sich dem Thema Europa.

Mit der Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe komme dem Thema Ehe und Familie zwar größere Bedeutung zu, so Benedikt weiter. Die „Ehe für alle“ stehe jedoch „im Widerspruch zu allen bisher aufeinander folgenden Kulturen der Menschheit“. Sie sei eine „Kulturrevolution“, auch wenn sich die rechtliche und moralische Auffassung von Ehe und Familie in den unterschiedlichen Kulturen teilweise sehr unterscheiden würden.

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