16-jähriger Syrer hatte Kontakt zur Terrormiliz IS


Auch wenn keine Bombe gefunden wurde, bleibt der Terrorverdacht bestehen. Ein Instrukteur des IS besprach mit dem Syrer einen Angriff auf die Synagoge.

Frank Jansen | DER TAGESSPIEGEL

Polizeieinsatz an der Synagoge in Hagen.Foto: Markus Klümper/Sauerlandreporter/dpa

Der Terrorverdacht gegen den 16-jährigen Syrer, der die Synagoge in Hagen angreifen wollte, ist keineswegs hinfällig. Nach Informationen des Tagesspiegel hatte der Jugendliche über das Handy seines Vaters Kontakt zu einem Instrukteur der Terrormiliz „Islamischer Staat“. Das hat der Beschuldigte bei den Vernehmungen durch die Polizei zugegeben.

Der Instrukteur des IS mit dem Tarnnamen Abu Harb („Vater des Krieges“) hat in einem Chat mit dem Syrer detailliert über den Bau einer Bombe und über die Synagoge als Anschlagsziel gesprochen.

Dass bei der Durchsuchung der Wohnung des Syrers und seiner Familie in Hagen kein Sprengsatz gefunden wurde, bedeute nur, dass offenbar kein Anschlag zum jüdischen Feiertag Jom Kippur bevorstand, sagten Sicherheitskreise dem Tagesspiegel. Es sei allerdings nicht auszuschließen, dass der junge Syrer einen Sprengsatz versteckt habe.

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