Geplante Pro-Trump-Demonstration am Kapitol beunruhigt Polizei


Der Gewaltausbruch am Kapitol Anfang Januar ist in den USA noch sehr präsent. Nun rüstet sich die amerikanische Hauptstadt für eine weitere Demonstration am Kongresssitz: eine Solidaritätsveranstaltung für die Randalierer von damals. Könnte es wieder Ausschreitungen geben?

Neue Zürcher Zeitung

Ein Beamter der Kapitolpolizei patrouilliert vor einer für Samstag erwarteten Kundgebung zur Unterstützung der Angeklagten vom 6. Januar in Washington, USA, am 17. September 2021. Jonathan Ernst / Reuters

Gut acht Monate nach der Erstürmung des Kapitols in Washington wollen Anhänger des damaligen amerikanischen Präsidenten Donald Trump genau dort erneut aufmarschieren. Für diesen Samstag (18 Uhr 00 MEZ) ist vor dem Kongresssitz in der amerikanischen Hauptstadt eine Demonstration zur Unterstützung von Angeklagten geplant, die sich wegen der Erstürmung des Kapitols am 6. Januar vor Gericht verantworten müssen. Das Gelände rund um den Kongresssitz wurde vorsorglich abgeriegelt. Die Polizei des Kapitols hat sich nach eigenen Angaben auf verschiedene Szenarien vorbereitet und auch für mögliche Gewalt gewappnet.

Trump-Anhänger hatten den Kongresssitz am 6. Januar gewaltsam erstürmt. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist. Die beispiellose Attacke auf das Herzstück der amerikanischen Demokratie löste damals national wie international einen Schock aus. Trump musste sich wegen des Angriffs einem Amtsenthebungsverfahren stellen, weil er seine Anhänger zuvor bei einer Kundgebung aufgestachelt hatte. Am Ende des Verfahrens wurde der Republikaner freigesprochen. Die Hintergründe des Angriffs werden im Kongress weiter untersucht.

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