„Gruppe Wagner“: Das Söldner-Unternehmen, das es nicht gibt


Wer steckt hinter den russischen Kämpfern, von denen nun im Zusammenhang mit dem Mali-Einsatz auch der Bundeswehr die Rede ist? Alles deutet auf einen Geschäftsmann, den sie „Putins Koch“ nennen.

Katharina Wagner, Friedrich Schmidt | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der Kreml streitet jede Verbindung zur „Wagner-Gruppe“ ab. Bild: EPA

Die russische Söldnertruppe „Gruppe Wagner“, von der im Zusammenhang mit dem Mali-Einsatz unter anderem der Bundeswehr gerade die Rede ist, ist eigentlich kein Unternehmen. Es dürfte zumindest keines sein, denn in Russland sind private Militärfirmen offiziell verboten.

Dennoch kämpften und kämpfen „Wagner“-Söldner in verschiedenen Ländern, in denen Russland Krieg führt oder Interessen hat – etwa in der Ukraine, in Syrien und Libyen, Sudan, in der Zentralafrikanischen Republik und in Moçambique. Der Kreml weist jede Verbindung zu den Söldnern von sich, aber vieles deutet darauf hin, dass die „Wagner“-Truppe im Interesse Moskaus handelt und in Abstimmung mit dem Militär aktiv ist, und war immer dort, wo Russland offiziell nichts mit einem Konflikt zu tun haben oder nicht über getötete Soldaten berichten will.

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