Demo von Ab­trei­bungs­geg­ne­r*in­nen in Berlin: Töpfe schlagen hinterm Bauzaun


Am Samstag fand der jährliche „Marsch fürs Leben“ statt. Er fiel kleiner aus als in den Vorjahren, dem Gegenprotest tat das jedoch keinen Abbruch.

Cristina Plett | taz

Aus der Gegendemo des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung: Die Botschaft ist klar und eindeutig. dpa

Vier Frauen stehen hinter einem Bauzaun und machen Lärm. Sie schlagen auf Töpfe und Pfannen ein. Auf der anderen Seite des Zauns, ihnen gegenüber, befindet sich ein Mann. Er filmt die Frauen und klatscht dann, um ihr Geklapper zu übertönen und ruft immer wieder aggressiv „Bravo, bravo!“.

Der Mann nimmt am „Marsch für das Leben“ teil, dem jährlichen Protestzug von Abtreibungsgegner*innen. Die vier Frauen sind Ak­ti­vis­t*in­nen des Gegenprotests für das Recht auf entkriminalisierte Abtreibung und körperliche Selbstbestimmung. Zwei konträre Positionen, die ein Bauzaun trennt. Weil die Polizei möglichst nicht möchte, dass die beiden sich begegnen, war es dabei in den vergangenen Jahren doch immer wieder zu körperlichen Auseinandersetzungen gekommen. Drei Frauen, die etwa durch die Pro-Life-Demo zur Pro-Choice-Demo möchten, werden von Po­li­zis­t*in­nen begleitet.

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