Impfkampagne in der Sackgasse

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Mit der Ablehnung einer Impfpflicht habe die Bundesregierung das wirksamste Mittel gegen eine stockende Impfkampagne aus der Hand gegeben, kommentiert Stephan Detjen. Doch der Druck auf Verweigerer eines Corona-Vakzins müsse steigen, denn sie gefährdeten die Sicherheit und Freiheit einer ganzen Gesellschaft.

Stephan Detjen | Deutschlandfunk

Die Impfkampagne stagniert (picture alliance/dpa | Daniel Reinhardt)

Bereits am Anfang des Jahres hat die Bundesregierung sich festgelegt: eine Impfpflicht in Deutschland soll es nicht geben. Sie ist damit in eine Sackgasse eingebogen. Jetzt ist sie an deren Ende angekommen. Die Impfkampagne stockt. Die Regierung muss deshalb auf späte Einsicht, kreative Überzeugungskräfte und das Prinzip Hoffnung setzen. Das letzte und wirksamste Mittel aber hat sie mit dem frühen Verzicht auf eine Impfpflicht aus der Hand gegeben.

Gesundheitsminister Spahn und die Bundeskanzlerin waren damals, Ende letzten Jahres, hochzufrieden, weil früher als lange erhofft, Impfstoffe zugelassen und verfügbar waren. Am Beginn des neuen Jahres aber stellten sie verdattert fest, dass die Öffentlichkeit darauf nicht mit Freude und Dankbarkeit, sondern mit wütenden Anklagen reagierte.

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