Missbrauch: Massive Kritik an katholischem Entschädigungsverfahren


Vor der Herbstvollversammlung der katholischen deutschen Bischöfe fordert der Betroffenenbeirat der Bischofskonferenz einem Medienbericht zufolge, das bisherige Verfahren zur Anerkennung des Leids von Missbrauchsopfern zu stoppen.

evangelisch.de

Das Verfahren führe zu zahlreichen Retraumatisierungen bis hin zu Krankenhausaufenthalten, weil es intransparent und ungerecht sei, zitiert die Zeitschrift „Publik Forum“ (Sonntag/Online) aus einem Brief des Beirats an die 27 Diözesanbischöfe und die Generalsekretärin der Bischofskonferenz, Beate Gilles. Die Herbstvollversammlung beginnt am Montag in Fulda.

Das Anerkennungssystem lasse „in erheblichem Maße Transparenz und damit Nachvollziehbarkeit vermissen“, heißt es laut Bericht in dem Schreiben. Viele Bescheide fielen für die Beteiligten unverständlich und unangemessen gering aus. Das Ziel, Verantwortung durch eine angemessene materielle Anerkennung des Leids zu übernehmen, werde durch das derzeit bestehende System konterkariert.

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