Auch in Namibia gab es einst Gletscher


Früher Eis, heute Wüste: Im Norden Namibias haben Geologen das älteste noch erhaltene Fjord-Netzwerk der Welt entdeckt – eine einzigartig konservierte Eiszeit-Landschaft. Sie entstand vor 300 Millionen Jahren, als weite Teile des alten Südkontinents Gondwana vereist waren. Bis heute sind in den U-förmigen Tälern Gletscherschrammen und Seitenmoränen und andere Eiszeit-Strukturen erhalten. Eine so gute und vollständige Konservierung über so lange Zeit ist einzigartig, wie die Forschenden im Fachmagazin „Geology“ berichten.

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Im Nordwesten Namibias hinterließen Gletscher vor rund 300 Millionen Jahren eine einzigartig erhaltene Eiszeit-Landschaft – ein Fjord-Netzwerk mitsamt Seitenmoränen, Rundhöckern und Gletscherschrammen. ©Shuttle Radar Topography Mission (SRTM)

Die Fjorde Skandinaviens sind typische Zeugen der formenden Kraft von Gletschern: Während der letzten Eiszeit schliff die Masse des Eises tiefe, u-förmige Täler in den Untergrund. Als sich dann das Eis allmählich zurückzog, füllte erst Schmelzwasser, dann der vorrückende Ozean die tief eingekerbten Täler – die Fjordküste entstand. Auf Grönland oder in der Antarktis hält dieser Prozess noch an: Dort sind die Fjordtäler bis heute von Gletschern gefüllt.

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