Hunde-Eifersucht auf der Spur


Viele Hundebesitzer können bestätigen: Eifersucht prägt manchmal das Verhalten des „besten Freundes des Menschen“. Nun haben Forscher Hinweise darauf gewonnen, was im Kopf eines Hundes vorgeht, wenn seine Bezugsperson einen anderen Hund freudig begrüßt. In Aktivitätsmustern des Gehirns scheint sich demnach widerzuspiegeln, dass die Versuchstiere in Videos gezeigte Hunde als potenzielle Bedrohung der Bindung zu ihrer Bezugsperson wahrgenommen haben.

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Ein tierischer Proband liegt im MRT-Scanner und betrachtet Videos. (Bild: Karin Bayer/Clever Dog Lab)

Eine erstaunliche Beziehung über die Artgrenzen hinweg: Zu keinem anderen Tier pflegt der Mensch so ein enges Verhältnis wie zum Hund. Im Lauf der langen Domestikationsgeschichte wurden die Vierbeiner zu immer besseren Menschen-Verstehern. Deshalb stehen sie auch seit einiger Zeit im Fokus der Kognitions- und Hirnforschung: Wissenschaftler wollen Einblicke in die Fähigkeiten und die Erfahrungswelten der Hunde gewinnen sowie in die neuronalen Prozesse, die diesen Leistungen zugrunde liegen. Unter anderem wurde bereits gezeigt, dass Hunde emotionale Gesichtsausdrücke unterscheiden und Gesten sowie Verhaltensweisen des Menschen richtig interpretieren können.

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