Forscher vermuten, dass es zu Beginn der Pandemie zwei Corona-Ausbrüche mit leicht unterschiedlichen Viren gab

coronavirus sars-cov-2

Falls Ende 2019 tatsächlich zwei Sars-CoV-2-Linien parallel existierten, würde das einen Laborunfall als Ursprung der Pandemie noch unwahrscheinlicher machen. Dafür würde der Tierhandel verstärkt in den Fokus rücken.

Stephanie Lahrtz | Neue Zürcher Zeitung

Möglicherweise hat die Sars-CoV-2-Pandemie zwei Ursprünge, sprich Coronaviren sprangen zweimal auf Menschen über. Dies legt eine Analyse von mehr als 1700 Virusproben nahe. Die Studie ist noch nicht von Experten begutachtet, sie wurde vor einigen Tagen auf der Plattform Virological.org aufgeschaltet. Sollte dieses Szenario zutreffen, wäre das ein deutliches Argument gegen die Laborhypothese, betonten Forscher gegenüber der Fachzeitschrift «Nature».

Die Autoren der neuen Analyse haben das Erbgut von Coronaviren untersucht, die in der ganz frühen Phase der Pandemie von Ende 2019 bis Februar 2020 in China und anderswo zirkulierten. Die viralen Genomsequenzen sind auf der Plattform Gisaid.org einsehbar. Hier laden Forscher aus aller Welt seit Anbeginn der Pandemie die jeweils von ihnen entschlüsselten Virusgenome hoch.

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