Deutlich mehr Tote auf der Fluchtroute von Westafrika zu Kanarischen Inseln


Immer wieder entdeckten Fischer menschliche Überreste in ihren Netzen. Mindestens 785 Menschen sind dieses Jahr ums Leben gekommen.

DER TAGESSPIEGEL

Ein Boot, mit dem Migranten Spanien erreicht haben, liegt am Strand von Las Caletas auf Lanzarote.Foto: dpa/ Europa Press

Auf dem Weg von Westafrika zu den zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln sind nach Angaben der UN-Organisation für Migration (IOM) in diesem Jahr bis Ende August schon mindestens 785 Menschen ums Leben gekommen. Das seien mehr als doppelt so viele Todesopfer wie im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Zudem gebe es sicher eine große Dunkelzimmer, teilte der Direktor des in Berlin ansässigen IOM-Analysezentrums für Migration, Frank Laczko, am Freitag mit.

Immer wieder entdeckten Fischer menschliche Überreste in ihren Netzen. Nach Recherchen der spanischen Hilfsorganisation Caminando Fronteras sind von Januar bis Ende Juni mindestens 36 Boote mit Migranten auf der Strecke spurlos verschwunden.

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