Die Megadürre im Westen der USA geht bereits ins 22. Jahr


Die anhaltende Trockenheit wird dadurch begünstigt, dass der tropische Pazifik kühler ist als sonst. Forscher diskutieren auch über einen Einfluss der Erderwärmung.

Sven Titz | Neue Zürcher Zeitung

Weil sich der Stausee Hensley Lake in Kalifornien immer mehr geleert hatte, sass schon Mitte Juli ein Boot auf dem Trockenen. David Swanson / Reuters

Schon seit Monaten brennen immer wieder Wälder in Nordamerika, vor allem in den westlichen Teilstaaten Kalifornien, Washington, Oregon, Idaho, Arizona und Montana. Allein das sogenannte Dixie Fire im Norden Kaliforniens liess bis Anfang September Bäume auf einem Areal von mehr als 900 000 Hektaren in Flammen aufgehen – das entspricht der kombinierten Fläche der Kantone Graubünden und St. Gallen. Damit war es der zweitgrösste Waldbrand in der Geschichte des Gliedstaates.

Der Höhepunkt der Waldbrandsaison steht indes erst noch bevor. Die berüchtigten Santa-Ana-Winde in Kalifornien zum Beispiel, die Waldbrände stark anfachen können, erreichen erst im Herbst ihre maximale Kraft. Bis anhin sind in diesem Jahr Gesamtzahl und -fläche der Waldbrände in den USA eher durchschnittlich, in Kalifornien aber könnte die Bilanz dieses Feuerjahres ähnlich verheerend ausfallen wie bereits 2020.

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