Ein neuer Bericht offenbart Pläne für eine Veränderung von Coronaviren – kurz vor der Pandemie

coronavirus sars-cov-2

In den USA wurde 2018 ein Förderantrag für genetische Veränderungen von Coronaviren gestellt. Manche Wissenschafter erkennen darin die Vorlage für Experimente, die zur Entstehung von Sars-CoV-2- geführt haben könnten.

Stephanie Lahrtz | Neue Zürcher Zeitung

Modell einer Fledermaushöhle im Wuhan Nature History Museum. getty

Offenbar gab es ein Jahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie Pläne für potenziell gefährliche genetische Experimente mit Coronaviren aus Fledermäusen. Diesen wollte man ein Element namens «Furin Cleavage Site» einbauen. Dieses genetische Element erhöht die Infektiosität von Coronaviren massiv. Es ist auch im Erbgut von Sars-CoV-2 enthalten.

Es sind diverse Furin Cleavages Sites bekannt, die jeweils in der Natur entstanden sind. Bisher hat man sie in aus Fledermäusen oder anderen Tieren isolierten Coronaviren gefunden, so auch beim Sars-CoV-2-Verwandten Mers. Dessen Furin Cleavage Site unterscheidet sich allerdings geringfügig von jener in Sars-CoV-2. Diese war zuvor noch nicht bekannt.

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