Mecklenburg-Vorpommern: Der CDU droht eine Blamage


Dass hoch im Nordosten seit 23 Jahren die SPD regiert, hat auch die Kanzlerin nicht ändern können – obwohl dort ihr Wahlkreis lag. Nun könnte es für die CDU noch schlimmer kommen.

Peter Burghardt | Süddeutsche Zeitung

Lachende Erste? Für Mecklenburg-Vorpommerns Landeschefin und SPD-Spitzenkandidatin Manuela Schwesig stehen die Zeichen auf Sieg. (Foto: Jens Büttner/DPA)

Jetzt ist die Bundeskanzlerin also fast weg aus ihrem Revier in Mecklenburg-Vorpommern, nach mehr als 30 Jahren. Seit 1990 hat Angela Merkel im deutschen Nordosten immer ihr Direktmandat abgeholt, achtmal hintereinander. Dieser Tage stand sie mit Armin Laschet erst auf einer Bühne in Stralsund, wo ihr Wahlkreisbüro liegt. Dann traf sie unter anderem Papageien im Vogelpark Marlow und schaute auf dem Greifswalder Wochenmarkt vorbei. „Ich wollte nochmal Arrivederci sagen“, sagte die scheidende Seriensiegerin einer Blumenverkäuferin.

Auf ihrer Abschiedstour begleitet wurde sie von Georg Günther, der sich für die Union um Merkels Nachfolge im Wahlkreis 15 bewirbt. Im Vogelpark Marlow ließ er sich einen Uhu auf seinen Arm setzen, den die Kanzlerin lieber auf Abstand hielt. Und da war auch Michael Sack, Landrat und CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, die am Sonntag gleichzeitig mit der Bundestagswahl stattfindet.

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